Mehr als schöne Räume

Innenarchitektin Agnes Bornhorst über Handwerk, Gestaltung und Zusammenarbeit

„Individuelle, geschmackvolle Entwürfe und ein moderner Materialmix sind das Markenzeichen von Innenarchitektin Agnes Bornhorst. Erst kürzlich sind die Entwürfe und Umsetzung bei einem Genusstreff für den Tag der Architektur 2024 ausgewählt worden.“ (Foto: Maria Tepe)


Wenn Agnes Bornhorst morgens eine Baustelle betritt, hört sie oft zuerst das Klirren von Werkzeug, Stimmen aus verschiedenen Räumen und irgendwo läuft ein Radio. Menschen aus unterschiedlichen Gewerken arbeiten gleichzeitig an einem gemeinsamen Ziel. In solchen Momenten wird ihr bewusst: Innenarchitektur entsteht nicht nur am Schreibtisch. Sie entsteht vor allem dort, wo Menschen gemeinsam bauen – und später leben. Akustik, Materialien, Beleuchtung, Klinker. Alles fügt sich zu einem großen Ganzen zusammen.

„Viele verbinden Innenarchitektur mit schönen Bildern – perfekt gestalteten Räumen, edlen Materialien und beeindruckenden Gebäuden“, sagt die studierte Diplom-Innenarchitektin. Doch das ist nur das Ergebnis, die sichtbare Spitze des Eisbergs. Die eigentliche Arbeit beginnt viel früher: in Gesprächen, Ideen, Abstimmungen und manchmal auch in Konflikten und Kompromissen. Innenarchitektur ist weit mehr als schöne Oberflächen – sie verbindet Gestaltung, Organisation und Zusammenarbeit.

Seit über 15 Jahren ist Agnes Bornhorst als Innenarchitektin tätig. Und das mit vollem Einsatz, immer neuen Ideen und fachlicher Expertise. „Meine Leidenschaft gehört der Gestaltung – und den vielen Facetten dieses Berufs. In den letzten Jahren hat sich mein Blick dabei noch einmal erweitert: Neben Planung und Gestaltung interessiert mich zunehmend die Zusammenarbeit der Menschen auf der Baustelle und im Handwerk.“

„Während meines Studiums der Innenarchitektur in Hannover haben mich viele Orte geprägt. Studienreisen führten mich unter anderem nach New York, wo ich das Büro des Architekten Richard Meier besuchte, und Designhotels erlebte, die von Philippe Starck gestaltet wurden. Ebenso beeindruckend war die Therme Vals von Peter Zumthor in der Schweiz – ein Ort, der zeigt, wie starke Architektur Atmosphäre und Emotion beeinflussen kann.“ Auch ein Besuch in einem alten Atelierwohnheim in Österreich sei ihr bis heute in Erinnerung geblieben, erzählt die Mutter von zwei Kindern. „Mich hat beeindruckt, wie sensibel dort mit Raum, Licht und Materialien gearbeitet wurde… Dabei ging es hier nicht nur um Funktion, sondern darum, den Bewohnern Würde, Orientierung und Lebensqualität zu geben. Diese Eindrücke begleiten mich bis heute.“ weiterlesen

Quelle: https://epaper.om-online.de/titles/panorama/13856/publications/40/pages/74

PDF: https://bornhorst-innenarchitektur.de/wp-content/uploads/2026/03/Innenarchitektin_Bornhorst-2.pdf